Die Kosten fürs CNC-Blechbiegen hängen vom konkreten Bauteil und Los ab; einen allgemeinen Preis je Biegung gibt es nicht. HABA Research SRL in Craiova prüft Werkstoff, Geometrie, Rüstzeit, Handling, Oberfläche und Messung anhand der Zeichnung für Prototypen und Serien in Rumänien und der EU. Diese sieben Schritte helfen beim Angebotsvergleich.
Kosten je Teil = Werkstoff + Zuschnitt + (Rüsten ÷ Losgröße) + Biegen und Handling + Oberfläche + Prüfung + Verpackung + Fracht + Marge.
Werkstoff und Dicke festlegen
Nennen Sie Güte, Dicke und Zustand genau, etwa S235JR, Edelstahl 1.4301 oder Aluminium EN AW-5754 H22. Diese Daten bestimmen Biegekraft, Innenradius, Rückfederung und Werkzeug. Die Angabe „Aluminium“ allein lässt zu viel offen. Kennzeichnen Sie Sichtflächen, die vor Abdrücken geschützt werden müssen.
Biegungen und Längen erfassen
Tragen Sie jede Biegelinie und ihre Länge ein. Prüfen Sie Radien, Winkel, kurze Schenkel, Umschläge und Versätze. Nicht alle Biegungen benötigen dieselben Werkzeuge oder dieselbe Reihenfolge. Eine Sonderform kann einen Werkzeugwechsel auslösen.
Rüstzeit berechnen
Zum Rüsten gehören Werkzeugwahl und -einbau, Programmierung oder Anpassung, Probebiegung und Erstteilprüfung. Der Aufwand fällt weitgehend einmal je Auftrag an. Fragen Sie, ob er getrennt ausgewiesen wird und ob eine Zeichnungsänderung neues Rüsten verursacht.
Handling einrechnen
Zwischen den Biegungen wird das Teil gehoben, gedreht, positioniert und abgelegt. Ein kleiner Halter geht schnell; ein großes Blech benötigt eventuell Unterstützung oder zwei Personen. Gewicht und Biegefolge können stärker ins Gewicht fallen als die reine Presszeit.
Rüsten auf das Los verteilen
Rüstkosten je Teil sind die gesamten Rüstkosten geteilt durch die Stückzahl des Loses. Darum sind Prototypen und Kleinserien pro Stück häufig teurer. Vergleichen Sie Angebote bei derselben Menge und fragen Sie nach dem Wiederholpreis.
Die ganze Fertigungskette erfassen
Berücksichtigen Sie Blech und Verschnitt, Laserschneiden, Entgraten, Schweißen, Beschichten oder andere Oberflächen, Prüfung, Verpackung und Transport. Ein Preis je Biegung ist kein Preis für das fertige Teil. Klären Sie Leistungsumfang und Verantwortung.
Preis und Termin prüfen
Vergleichen Sie die Gesamtkosten für ein konformes Teil am Lieferort. Prüfen Sie Toleranzen, Werkzeuge, Preisgültigkeit, Zeichnungsstand, Lieferzeit und Prüfdokumente. Eine technisch freigegebene Radiusänderung kann Sonderwerkzeug vermeiden; Funktionsänderungen brauchen eine Zeichnungsfreigabe.
Beispiel für die Rüstkosten
Nur ein Rechenbeispiel, kein HABA-Tarif: 45 Minuten Rüstzeit bei angenommenen 56 € pro Stunde ergeben 42 € je Auftrag. Der Anteil je Teil hängt von der Losgröße ab.
| Losgröße | Rüstkosten je Teil |
|---|---|
| 5 | 8,40 € |
| 50 | 0,84 € |
| 500 | 0,084 € |
Die Zahlen zeigen nur die Verteilung der Rüstkosten, nicht den Preis eines fertigen Bauteils. HABA bestätigt Werkstoff, Arbeitsfolge, Toleranzen und Termin anhand der Zeichnung.
Häufige Fragen
Gibt es einen Festpreis je Biegung?
Nein. Zum Biegevorgang kommen Werkstoff, Rüsten, Handling, Zuschnitt, Oberfläche und Prüfung. Ein belastbarer Preis braucht Zeichnung und Menge.
Warum ist ein Prototyp teurer?
Die Rüstkosten verteilen sich auf wenige Teile. Das Erstteil kann außerdem Probe, Messung und Korrektur erfordern.
Welche Dateien werden für ein Angebot benötigt?
STEP-Modell und bemaßte PDF-Zeichnung mit Werkstoff, Dicke, Radien, Winkeln, kritischen Maßen, Oberfläche, Menge und Revision. DXF/DWG kann ebene Konturen ergänzen.
Wie lange gilt ein Angebot?
Die Gültigkeit muss im Angebot stehen. Sie hängt unter anderem von Materialpreis, Verfügbarkeit, Stückzahl und Liefertermin ab.
Sie benötigen einen Preis für Ihr Bauteil?
Senden Sie STEP-Modell, bemaßte PDF-Zeichnung, Werkstoff, Stückzahl und Lieferadresse. Wir prüfen die Machbarkeit und erstellen ein Angebot.
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